Tagebuch einer Jurastudentin (4)

Als ich noch zur Schule gegangen bin, was erstaunlicherweiser erst ein halbes Jahr her ist und mir trotzdem sehr weit weg vorkommt, habe ich das Ende der Ferien immer gehasst. Jetzt im Studium habe ich mich beinahe darauf gefreut, wieder zu den Vorlesungen und den Begleitkollegs zu gehen, auch wenn die Klausuren näher rücken.

Vermutlich hatte meine Begeisterung viel damit zu tun, dass wir über die Ferien Fälle bearbeiten sollten und ich unbedingt die Lösungen wissen wollte. Für alle Nicht-Jurastudenten, die meine Begeisterung nicht verstehen, es ist ein bisschen wie Sudoku lösen. Arbeitet man sich da von Zahl zu Zahl sucht man hier einen Paragraphen nach dem anderen.                                                                     

Spannend finde ich auch das Thema Europa, über das ich in den Vorlesungen nach den Weihnachtsferien einiges gehört habe. Immer mehr Kompetenzen werden an die EU übertragen und schränken damit die Souveränität Deutschlands ein. Ich weiß nicht, ob ich das unbedingt schlecht finde. Einigkeit in der EU halte ich für sehr wichtig, gerade wenn man sich die Flüchtlingskrise anschaut. Die europäische Idee liegt mir am Herzen. „In Vielfalt geeint“- damit kann ich mich mehr identifizieren als mit irgendwelchen deutschen Werten. Ich wäre vielleicht sogar für eine Weltregierung, allerdings müsste es im Sinne der Subsidarität immer noch verschiedene Regionen geben. Wenn wir nicht mehr über die Souveränität von Staaten reden müssten und überall auf der Welt dieselben rechstaatlichen und menschenrechtlichen Prinzipien gelten würde, wäre vieles einfacher. 

Soweit also zum Studium. Ich denke ja nicht den ganzen Tag nur über hochintellektuelle Themen nach. Nein. Ich lese auch gerne in meinem Buch von Meg Cabot und schaue die Serie The West Wing. Für das Studium habe ich mir nämlich vorgenommen bei allem Pflichbewusstsein, was Klausuren angeht, nicht zu vergessen, das Leben zu genießen. Letzten Samstag auf der Party zum 18. Geburtstag einer Freundin habe ich schon mal damit angefangen. Fröhlich sein statt Grübeln. Das ist doch mal ein Motto.

In diesem Sinne beste Grüße, Laras Welt
 

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6 Antworten zu Tagebuch einer Jurastudentin (4)

  1. stopfi schreibt:

    Wenn ich das so lese, freu ich mich schon aufs Studium. Schule ist zur Zeit so… arrrgh. Ich will nicht mehr! Dummerweise weiß ich noch gar nicht , was ich studieren will, aber ähm das kann ja noch werden 😀

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  2. Jezabel Botanica schreibt:

    Meg Cabot? Royal Wedding?
    Ich hab mich damals sooooo gefreut als der neue Band rauskam. Es war, als hätte ich endlich eine alte Freundin wiedergefunden. Hoffe sie schreibt noch einen weiteren Band. Ich vermisse Mia 😀

    Gefällt 1 Person

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